Hallo und Herzlich Willkommen in meiner kleinen aber feinen Welt der Bücher

Hier findet ihr alles was mit Büchern zu tun hat, wie zum Beispiel Rezensionen, Neuzugänge, Empfehlungen, Buchvorstellungen und noch vieles vieles mehr.

Und nun hoffe ich sehr, dass ihr Spaß habt und ein paar nützliche Einträge findet. Falls ihr Vorschläge, Kritik oder einfach nur ein Lob für mich übrig habt; immer her damit, ich freue mich über jegliches Feedback von meinen liebsten Lesern.


Mittwoch, 21. September 2016

||» Rezension «|| "Falsche Schwestern" von Cat Clarke





Titel: Falsche Schwestern
Autor: Cat Clarke
Verlag: FJB - Verlag
Reihe/Serie: Einzelband
Übersetzer: Jenny Merling
Genre: Jugendbuch / Jugendthriller
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3841402257
Erscheinungsdatum: 25.August.2016
Format: broschiert
Empfohlen ab 14 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 14,99
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
Amazon  ►◄  Verlag
Besonderheiten:  --- keine bekannt ---
Leseprobe: » hier « (.pdf-Datei)
 
 

Vor 13 Jahren verschwand meine Schwester. Jetzt ist sie wieder da. Nichts ist, wie es war. 
Stell dir vor, du hast deine Schwester verloren. Kidnapping. Seit der Entführung vergehen deine Eltern vor Kummer. Das Loch, das deine Schwester in der Familie hinterlassen hat, ist immer schmerzhaft präsent. Alles fällt auseinander. Stell dir vor, deine Schwester taucht plötzlich wieder auf. 13 Jahre später! Bei deinen Eltern ist die Freude riesig. Alle scheinen glücklich, aber sie drängt sich so in den Mittelpunkt, dass für dich kein Platz mehr in der Familie ist. Sogar deinen Freund spannt sie dir aus. Doch dann passiert etwas, das alles verändert.

Wie beinah immer wurde ich auch auf dieses Buch nur durch Youtube aufmerksam. Ich kann gar nicht mehr benennen, wer es alles erwähnt hat, doch nachdem Alicia von AllAboutAlice so begeistert davon war, wollte ich es auch unbedingt haben. Dank des Verlags durfte ich es sogar als Rezensions-Exemplar haben und ich konnte mich direkt nach dem Eintreffen draufstürzen. Meine Erwartungen waren enorm hoch, und ob sie erfüllt worden sind, oder ob sich eher Enttäuschung breit gemacht hat, erfahrt ihr jetzt:

Der Einstieg glückte mir schon mal sehr gut, was meine Erwartungen in dieser Hinsicht also schon mal erfüllte. Ich hab mich direkt unheimlich wohl in der Geschichte gefühlt und war überrascht, wie dicht die Atmosphäre bereits auf den ersten Seiten ist. Meine angeborene Neugierde sorgte dann auch dafür, dass ich ziemlich schnell vom Buch gefangen war und schon zu Beginn richtig mitfieberte. Alles begann mit ener relativ unbedeutenden Szene, die jedoch schnell auf das eigentliche Hauptproblem der Familie hindeutet. Schnell wird klar, dass das keine Bilderbuch-Familie ist und dass der Haussegen teilweise wirklich enorm schief hängt. Was mich dann auch direkt noch positiver stimmte, denn entgegen meiner Vermutung, auf eine gebrochene, aber zusammengeschweißte Familie zu treffen, in der Trauer der Hauptbestandteil des Lebens ist, zu stoßen, erfüllte sich zum Glück nicht.

Die Figuren waren allesamt sehr verschieden, besaßen alle ihre Ecken und Kanten und Fehler und wurde so unheimlich realistisch und glaubhaft. Alles voran natürlich unsere Hauptfigur Faith - nicht nur, dass sie einen tollen Namen hatte, sie trug ihr Herz auch definitiv am rechten Fleck. Ich kann nur immer wieder betonen, dass die Autorin mit Faith eine absolut lebenechte Figur geschaffen hat, der ich jede Handlung und jeden Gedankengang zu 100% abnahm und im Nachhinein sagen kann: ich hätte es genau so gemacht. Für mich war sie nicht nur eine ehrliche Protagonistin, sondern auch eine Freundin, die ihre Emotionen teilweise gut versteckte, teilweise aber auch gerade heraus aussprach. Dieser Mix aus Teenager und "gebrochener Persönlichkeit" war für mich perfekt und rückblickend empfand ich sie als eine der tollsten Figuren, denen ich jemals in einem Buch begegnet bin. Müsste ich einen Kritikpunkt an ihr finden, wäre es wohl diese Nachgiebigkeit, die sie manchmal an den Tag legte - da war ich an 1-2 Stellen nciht 100% eins mit ihr, aber ich verstand dennoch, warum sie so handelte und dachte, und nur das zählt meiner Meinung nach.
Alle anderen Figuren spielten in gewisser Weise nur Nebenrollen - natürlich gab es wichtige Personen wie z.B.: Laurel, die jahrelang verschollene Schwester von Faith, aber auch Thomas, Faith's Freund ist aus der Geschichte nicht wegzudenken. Dennoch nahmen sie nicht einmal einen Bruchteil von der Wichtigkeit ein, wie Faith es tat, weswegen ich bewusst nicht näher auf diese Figuren eingehe. Gesagt sei jedoch, dass ich jeden einzelnen sehr detaillreich und authentisch dargestellt fand und ich auch an den "Nebencharakteren" überhaupt nichts zu kritisieren habe.

Der Stil war grandios! Wie oben schon erwähnt schafft Cat Clarke eine ziemlich mitreißende Atmosphäre, die sehr dicht ist und mich direkt für sich gewann. Während des Lesens schaltete ich komplett ab und fühlte mich richtig eingehend in die Geschichte versetzt, fast so als gäbe es einen Strudel, der mich bis tief in die Story hineinzog. Dennoch, und das war mir besonders wichtig, war das Buch sehr leicht zu lesen und ich kam unheimlich schnell voran. Diese 400 Seiten haben sich angefühlt, als wäre ich innerhalb von nur wenigen Minuten durchgeschlittert, auch wenn ich, aufgrund Zeitmangel, viel zu lange für diese Geschichte gebraucht habe. Spätestens nach "Falsche Schwestern" ist mir klar, dass ich auch die anderen Bücher von Cat Clarke lesen will, allein des Stils wegen. Geschrieben ist das Buch übrigens aus der ersten Person und in der Gegenwart - etwas, was ich eigentlich überhaupt nicht mag, doch hier hat es mich zu keiner Sekunde gestört und es nachdem ich mir Gedanken über diese Rezension gemacht habe, ist es mir erst richtig bewusst geworden.

Die Idee war in gewisser Weise nichts Neues. Auch die Auflösung lag schon sehr früh auf der Hand, auch wenn ich an meiner Vermutung, wie das ganze enden könnte, mehr als einmal gezweifelt habe. Dennoch denke ich, dass es solche Bücher so, oder in ähnlicher Form schon gibt. Was ich jedoch besonders fand, war die Tatsache, dass hier das Augenmerk auf der Schwester des Opfers lag, und nicht auf den Eltern. Außerdem war es unheimlich interessant zu verfolgen, wie sich die Familie entwickelte, einmal natürlich kurz nach dem Verschwinden von Laurel und während der Zeit, in der sie verschwunden war, und auf der anderen Seite, nach dem Wiederauftauchen der inzwischen 19-jährigen Frau. Das ganze Buch hatte nicht nur eine "Thriller-Seite", sondern auch eine psychologische Seite, die das Gesamtbild einfach abrundete. Außerdem hat Cat Clarke einige weitere spannende Elemente mit in die Geschichte einfließen lassen und das alles auf Jugendbuch-Basis, was ich bewundernswert finde!

Die Umsetzung gefiel mir daher auch sehr gut. Dass ich von der ersten Seite an voll im Buch drin war, hab ich ja ebenfalls schon erwähnt; und viel mehr gibt es da gar nicht zu sagen. Es riss mich mit, wurde nie langweilig, barg Spannung und interessante Einblicke in das Leben einer Familie, die ihr Kind verloren hat und später in eine Familie, die ihr Kind nach über 13 Jahren wieder bei sich hat. Dass Laurel schon recht früh auftauchte in dem Buch sorgte dafür, dass man als Leser natürlich mitfiebert und wissen will, was das Mädchen in all den Jahren so erlebt hat - das zieht den Spannungsbogen einfach sehr weit auseinander und beschert ein tolles Leseerlebnis. Emotionen wie Freude, Glück, Trauer, Überraschung stehen bei dem Buch an der Tagesordnung und erreichten mich alle problemlos. Letzten Endes fand ich die Auflösung nicht unsagbar überraschend - auch unerwartete Wendungen gibt es nicht viele, das schiebe ich jedoch auf den Umstand, dass ich einfach schon unheimlich viele Thriller (egal ob für Erwachsene oder für Jugendliche) gelesen habe und einfach schon eine gewisse Erfahrung mit diesen Themen habe. Aber wie gesagt, ich fand die Umsetzung dennoch absolut gelungen und sehr mitreißend, da kann ich über den etwas verhersehbaren Schluss gut hinweg sehen.

 

Dieses Buch hat mich tatsächlich fast 100% von sich überzeugt! Herrlich glaubhafte Figuren, ein absolut mitreißender Stil und eine tolle Grundidee mit einigen interessanten Aspekten machten das Buch für mich zu einem wahren Pageturner. Wer sich gern in eine realistische Story begeben will und sich dabei nicht dran stört, dass man bereits zu Beginn ahnt, wie sich das Ganze entwickelt, wird "Falsche Schwestern" lieben! Für mich jedenfalls hat sich dieses Buch unheimlich gelohnt und mir einige herrlich interessante, spannende Lesestunden beschert.




Ich vergebe 5 von 5 Sternen und spreche eine absolute, bedingungslose Lese-Empfehlung für all diejenigen aus, die gern Thriller lesen und dabei auf ein interessantes Teenager-Leben nicht verzichten wollen. Für mich gab es zwar 1-2 klitzekleine Mängel, jedoch war das Lese-Erlebnis derart gut und mitreißend, dass ich diese kleinen Kritikpunkte einfach getrost ignoriere und auf mein Bauchgefühl höre - das schreit nämlich lauthals HIGHLIGHT

 




Cat Clarke

Cat Clarke wurde in Sambia geboren, hat aber den Großteil ihres Lebens in Schottland verbracht. Bevor sie ihren ersten Roman schrieb, arbeitete sie in einem englischen Verlagshaus als Kinderbuchlektorin. Selbstgestrickte Wollmützen sind ihr Markenzeichen – spannende YA-Bücher ihre Leidenschaft. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim FJB-Verlag liegen und mich außerdem herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen. Außerdem möchte ich mich auch dafür bedanken, dass mir das Buch zu als Rezensions-Exemplar zur Verfügung gestellt wurde.

Diese Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum bitten, dies zu berücksichten.

Samstag, 17. September 2016

||» Off-Topic «|| Mein Leben & Ich & alles was dazu gehört.

Hallihallo meine lieben Leser und Besucher :)

Ich glaube, so langsam wird es doch einmal Zeit, euch ein wenig an meinem Leben teilhaben zu lassen. Ich habe lange Zeit darüber nachgedacht, ob ich es wirklich öffentlich machen möchte, aber ich will mit diesem Post nicht nur erklären, warum es momentan so still um mich ist, ich will auch allen, die zu wenig Selbstvertrauen haben und zu viel auf das Umfeld und deren Meinung geben und all denen, die die Hoffnung vielleicht schon aufgegeben haben, zeigen, dass es sich lohnt zu kämpfen. Dieser Post hat nichts mit Büchern zu tun, aber es ist eine Herzenssache für mich, das hier zu tippen. Und seid euch sicher, nicht jedes Wort davon fällt mir leicht.

Meine Geschichte.
Manche wissen ja bereits, dass ich Mama bin. Meine kleine Tochter Angelina ist inzwischen 7 Jahre alt, geht in die zweite Klasse der Grundschule und bestimmt mein ganzes Leben. Ich wollte ursprünglich nach dem Mutterschutz, d.h als Angie 3 Jahre alt wurde, ins Berufsleben einsteigen und durchstarten. Dass mich dann eine ziemlich nervige Krankheit vollkommen aus der Bahn geworfen hat, wurde das nichts. Ich hab mich nach dem Mutterschutz also voll und ganz auf meine Kleine und auf meine Gesundheit konzentriert und kann jetzt, 4 Jahre später mit Stolz behaupten, das Schlimmste überstanden zu haben. Um was es für eine Krankheit geht, kann ich euch leider nicht sagen, da sie sich nicht wirklich benennen lässt. Es waren jedenfalls Panik-Attacken, und zwar sehr starke mit Ohnmachtsanfällen, Realitätsverlust, etc. Auch heute noch habe ich in gewissen Lagen noch meine Probleme, aber ich kann inzwischen damit umgehen und nur das zählt. Im Mai 2015 ging es mir so gut, dass ich angefangen habe, mich auf 450€-Jobs zu bewerben, weil ich nicht gleich Vollzeit einsteigen wollte - ich wollte ja meine Psyche auch nicht direkt überfordern. Nach etlichen Probearbeiten gab ich die Hoffnung vollends auf, was zu finden, was mir Spaß macht und das ich gesundheitlich problemlos kann und vor allem: das sich zeitlich als Mutter ausführen lässt.

Dann ging es darum, ob ich nicht eine Ausbildung machen sollte, um meiner kleinen Maus und mir später auch mal was bieten zu können. Ich hab mich von meinem Umfeld sehr stark beeinflussen lassen und hab mich hauptsächlich im kaufmännischen Bereich beworben. Nicht, dass mir das keinen Spaß machen würde, ich sitze gerne am PC und kann durchaus mit Zahlen und Wörtern umgehen (sonst wäre ich niemals Bloggerin geworden), aber einerseits war mein Zeugnis nicht das Beste und ich bekam keine einzige Chance, nicht einmal ein Vorstellungsgespräch. Parallel saß mir natürlich das Jobcenter im Nacken und drängte mich, mich auch weiterhin auf 450€ und Teilzeit-Stellen zu bewerben. Also tat ich auch das und war einige Male Probearbeiten, aber auch da ergab sich nichts.

Im Mai 2016, also genau ein Jahr nachdem mein Bewerbungsmarathon begann (mir ging es bis dahin immer besser), habe ich alle um mich erum ignoriert, hab meinen Kopf durchgesetzt und hab mich auf genau die Ausbildung beworben, die ich bereits seit Kindertagen immer im Kopf hatte - ich wollte KFZ-Mechatronikerin werden! Also bewarb ich mich auf 3 Stellen, durfte bei allen dreien Probearbeiten und bekam Anfang Juli die Zusage für meinen Traumberuf!

Während keiner an mich geglaubt hat, hab ich das getan, was ich wollte. Auch heute noch muss ich mir oft genug anhören, dass ich das doch nicht kann, dass ich viel zu wenig Kraft habe für diesen Beruf, dass das nix für eine so zierliche Frau wie mich ist, etc. Aber nein! Ich hab Spaß an der Arbeit, ich fühl mich wohl und ich tu das, was ich immer wollte. Natürlich wäre es angenehmer, direkt im Betrieb zu sein, doch hier in Baden-Württemberg ist es die Regel, dass man das erste Jahr Vollzeit in der Schule ist, bis auf einen Betriebstag alle 14 Tage. Aber ich nehme das gern in Kauf, wenn es mich meinem Traum näher bringt.

Der Weg ist das Ziel. 
Also besuche ich jetzt seit einer Woche, also seit dem 12.09 die Beruffachschule für Fahrzeugtechnik und bin deshalb natürlich enorm eingespannt. Für mich ist das ein riesiger Schritt, denn nach 7 Jahren kann ich doch behaupten, dass ich Schule und Frühaufstehen und Lernen absolut nicht mehr gewohnt bin. Dazu kommt, dass ich verlobt bin und eben eine Tochter habe, einen Haushalt schmeißen muss.. das alles zerrt sehr an mir, aber bisher bewältige ich es ganz gut & ich gewöhne mich sicherlich daran und falle dann hoffentlich nicht mehr  jeden Abend um 20Uhr tot ins Bett :P

Und die Moral von der Geschicht...
Es gibt gleich zwei Themen, die ich mit diesem Post anschneiden wollte - 1) die Erklärung, warum ich mich momentan eher auf mein Real Life konzentriere, denn das tu ich ohne jeden Zweifel. Ich möchte den Fokus voll auf meine Gesundheit und meine Zukunft legen und auch wenn es regelmäßig in etwas längeren Abständen Rezensionen geben wird, so glaube ich, dass die Videos vorerst einmal ausbleiben werden. Aber (!) und das ist das Wichtigste - es wird sowohl mit dem Blog wie auch mit dem Kanal in absehbarer Zeit weitergehen! Sobald ich etwas routinierter bin in Bezug auf die Arbeitswelt, werde ich auch den Kopf wieder frei genug für Videos und ausführliche Lesestunden und Blogeinträge haben!  und 2) egal, wie ausweglos eure Situation auch sein sollte, es gibt immer, wirklich immer eine Lösung. Ich war damals kurz davor, aufzugeben und mein restliches Leben unter den Panik-Attacken zu ertragen, aber heute bin ich fröhlicher und glücklicher denn je und das hab ich letzten Endes nicht nur mir selbst, sondern auch meinen zukünftigen Mann, meinen Eltern und meinen Freunden zu verdanken. 

Ja meine Lieben. Ich hab euch meine Krankheits,- und Arbeitsgeschichte erzählt und es war mir wichtig, das endlich auch mal zu posten, auch wenn ich mich lange dagegen gewehrt habe. Habt ihr auch Geschichten zu erzählen? Dann immer her damit. ♥ Ich hoffe, euch hat dieser Post irgendwie gefallen oder allgemein interessiert.






Mittwoch, 14. September 2016

||» Rezension «|| "Plötzlich Banshee" von Nina MacKay





Titel: Plötzlich Banshee
Autor: Nina MacKay
Verlag: IVI-Verlag
Reihe/Serie: Einzelband (?)
Übersetzer: --- auf deutsch erschienen ---
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3492703932
Erscheinungsdatum: 01.September.2016
Format: broschiert
Empfohlen ab 14 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 15,00
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
Amazon  ►◄  Verlag
Besonderheiten: Die Wattpad - Sensation
Leseprobe: » hier « (.pdf-Datei)
 
 

Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

Ich bin bereits im Buchladen auf dieses Buch aufmerksam geworden, hatte aber dummerweise kein Geld mitgenommen (ich liebe mein Buchkauf-Verbot... nicht!) und so hab ich beschlossen, es erst einmal anzufragen. Ich hab es dann auch bekommen und hab mich so unwahrscheinlich gefreut, als ich es dann in den Händen hielt. Ich glaube, ich hab sogar noch am selben Tag begonnen zu lesen; wenn nicht, spätestens ein Tag nach der Ankunft. Wie ich es letztlich fand, erfahrt ihr wie immer jetzt, in aller Ausführlichkeit.

Der Einstieg war unheimlich rasant. Schon im ersten Satz kommt ein Tempo auf, mit dem ich eigentlich im ganzen Buch überhaupt nicht gerechnet hatte. Man steigt in einer sehr spannenden Szene ein und wird direkt mitgerissen. Erst nach und nach lernen wir dann auch Hauptfiguren kennen, sodass es zu keiner Zeit durch lange Kennenlern-Phasen langweilig wird. Kurz gesagt: ein Einstieg, wie man ihn sich wünscht und wie er hätte nicht besser sein können.

Auch die Figuren fand ich unheimlich passend für die Geschichte, auch wenn ich den ein oder anderen kleinen Kritikpunkt nicht auslassen möchte. Doch beginnen wir erst einmal bei den positiven Aspekten, die deutlich überwiegten. Alana ist eine herzensgute Person, die ich einerseits für ihren Mut und ihre Stärke bewundert habe, andererseits aber niemals mit ihr tauschen wollen würde. Ich stelle es mir alles andere als leicht vor, dauernd vor Augen geführt zu bekommen, wann die Leute oder gar meine Freunde, sterben. Auch an Sympathie mangelte es nicht zwischen mit und unserer Protagonistin, hingegen fand ich sie, für ihre 20 Jahren, an manch einer Stelle doch ein wenig arg kindlich. Auch ihre Pechsträhne war manchmal ein wenig überzogen, auch wenn es von der Story her natürlich sein musste. Nichts desto trotz konnte ich gut mit Alana mitfiebern und hab die Geschichte gern mit ihr durchlebt.
Der männliche Gegenpart zu unserer schusseligen Alana war in diesem Buch Clay, ihr bester Freund und Mitbewohner. Ihn mochte ich tatsächlich noch eine Ecke mehr, auch wenn der Unterschied kaum spürbar war. Clay war einfach erwachsener und reifer und handelte irgendwie bodenständiger und überlegter als Alana. Auch ihn schloss ich sehr schnell ins Herz und fieberte ebenfalls mit ihm mit. Ich fand, dass die zwei "Jugendlichen" unheimlich gut zueinander passten und sich herrlich gut ergänzten.
Der Dritte im Bunde ist Dylan, dieser unwiderstehliche Polizist, der mich einfach voll und ganz für sich gewinnen konnte. Da fällt mir auf, ich mag heiße Polizisten in Büchern ziemlich gern - da hatte Dylan wohl einen Bonus durch seinen Job und sein Aussehen :D Jedenfalls war er die perfekte Mischung aus kühl und distanziert und im Gegenzug dazu sehr liebevoll und eindeutig ein Herzensmensch. Harte Schale, weicher Kern - genau so wie ich es liebe. Jedes Mal wenn er auftauchte, zauberte er mir ein Lächeln ins Gesicht & das war es, was mich letztlich dazu verleitete, zu sagen, dass er mir von allen Dreien doch am allerliebsten war. 

Der Stil überzeugte mich dann wieder auf ganzer Linie, ohne jede Kritik. Das Buch hat sich sehr schnell, einfach und flüssig lesen lassen und war verständlich, auch für die jüngeren Leser. Obwohl er eher weniger anspruchsvoll war, erzeugte Stil wie auch Sprache doch auch Spannung und eine ziemlich mitreißende Atmosphäre. Was ich ebenfalls total überraschend und in meinen Augen positiv fand, war die Tatsache, dass die Autorin in den rasanten Szenen kein Blatt vor den Mund nahm und klar zu Papier brachte, was sich da ereignete und was geschah. Hut ab! Unglaublich gut geschrieben. Auch die Perspektive gefiel mir hier extrem gut und hat perfekt zur Thematik gepasst. Geschrieben wurde nämlich überwiegend in der "Ich-Form" aus Sicht von Alana. Doch hin und wieder wurde das von anderen Figuren, die man allerdings dann aus der dritten Person liest, unterbrochen. Das schuf nicht nur Abwechslung, sondern auch Einblicke ins Inneren der anderen Figuren.

Die Idee war für mich mal was völlig Neues. Die irische Mythologie war mir bisher überhaupt nicht bekannt und ich bin bisher auch nur einer einzigen Banshee in einem Buch begegnet, doch selbst da war diese nur eine klitzekleine Nebenrolle, die schnell wieder verschwand - hier war die Todesfee unsere Protagonistin und ich konnte mich genauer mit dieser Spezie auseinander setzen. Ich finde, dass Nina MacKay ein sehr klares Bild der Figuren, den Hintergründen und der Kulisse geschaffen hat, sodass die Geschichte, trotz Fantasy-Elementen, sehr glaubhaft und authentisch wirkte. Der Hauptplot überzeugte mich also genau so wie der Stil, doch auch die einzelnen, verbauten Elemente harmonierten mit den Geschichte wunderbar und erzeugten zusätzliche Spannung. Was ich ein wenig schade fand war, dass ich schon sehr früh ahnte, wer dahinter steckte und dass auch Alana hin und wieder quasi mit der Nase drauf gestoßen wurde, es aber einfach getrost ignorierte.  Dennoch zeugte die Geschichte sowohl von Kreativität wie auch von Einfallsreichtum und einer ausgiebigen Recherche.

Wie nicht anders zu erwarten, gefiel mir auch die Umsetzung soweit richtig gut. Ich war von der ersten Seite an total mitgerissen und fieberte mit, wie ich mir stets von Jugendbücher und Fantasy-Geschichten wünsche. Wie eben schon erwähnt, ahnte ich bereits sehr früh, wer seine Finger im Spiel hatte, aber im Endeffekt fieberte ich auf etwas ganz anderes hin, weswegen ich diese kleine Spannungslücke getrost ignorieren kann. Gerade das Ende bot noch einmal eine gehörige Überraschung, mit der ich so niemals gerechnet hätte. Alles in allem also eine gute Umsetzung, die Fantasy-Elemente gut und informativ erklärt, sodass ich der Story stets folgen konnte.

 

Dieses Jugendbuch fand ich unheimlich spannend und interessant zu lesen. Die irische Mythologie war ausführlich recherchiert und erklärt, ohne dabei zu viel Infos auf einem Haufen serviert zu bekommen. Liebenswerte Figuren, ein toller Schreibstil, einige unerwartete Wendungen und eine ziemliche Direktheit machten das Buch zu einem wahren Pageturner, sodass ich es trotz Zeitmangel enorm schnell durch war. 


Ich vergebe insgesamt 4 von 5 Sternen und spreche eine unbedingte Lese-Empfehlung aus, für all diejenigen, die sich auch gern von anderen Mythologien in fremde Welten entführen lassen und dabei auch noch Wert auf Spannung und tolle Figuren legen. Meiner Meinung nach eine einmalige Story mit winzigen Kritikpunkten, die man aber sicher verkraften kann.
 




Nina MacKay

Nina MacKay, geboren irgendwann in den ausgeflippten 80er Jahren, arbeitet als Marketing Managerin (wurde aber auch schon im Wonderwoman-Kostüm im Südwesten Deutschlands gesichtet). Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Charakteren. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und einige Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihre größte Leidenschaft.


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim IVI-Verlag liegen und mich außerdem herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen. Außerdem möchte ich mich auch dafür bedanken, dass mir das Buch zu als Rezensions-Exemplar zur Verfügung gestellt wurde.

Diese Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum bitten, dies zu berücksichten.