Hallo und Herzlich Willkommen in meiner kleinen aber feinen Welt der Bücher

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Mittwoch, 17. August 2016

||» Rezension «|| "Paris, Du & Ich" von Adriana Popescu





Titel: Paris, Du und Ich
Autor: Adriana Popescu
Verlag: cbj - Verlag
Reihe/Serie: Einzelband
Genre: Jugendbuch
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3570172322
Erscheinungsdatum: 25.Juli.2016
Format: broschiert
Empfohlen ab 12 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 14.99
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
Amazon  ►◄  Verlag
Besonderheiten: Trailer zum Buch
Leseprobe: *klick* (.pdf-Datei)

 
 

Romantik pur hatte sie geplant – eine Woche Paris bei ihrem chéri Alain. Doch angekommen in der Stadt der Liebe, muss die sechzehnjährige Emma feststellen, dass Alains »Emma« inzwischen »Chloé« heißt und sie selbst nun dumm dasteht: ohne Bleibe, ohne Kohle, aber mit gnadenlos gebrochenem Herzen. Ähnlich down ist Vincent, dem kurz vor der romantischen Parisreise die Freundin abhandengekommen ist, und den Emma zufällig in einem Bistro trifft. Zwei Cafés au lait später schließen die beiden Verlassenen einen Pakt: Sich NIE wieder so heftig zu verlieben. Und nehmen sich vor, trotz allem diese alberne Stadt der Verliebten unsicher zu machen, allerdings auf Art. Paris für Entliebte – mit Chillen auf Parkbänken, Karussellfahren auf alten Jahrmärkten, stöbern in schrägen Kostümläden. Doch ob das klappt: sich in der Stadt der Liebe NICHT zu verlieben?

Erst ging dieses Buch komplett an mir vorbei - und das obwohl ich die Autorin unheimlich gern mag und ihren Stil schon bei der Make It Count - Reihe sehr zu schätzen gelernt haben. Dann plötzlich tauchte es bei den Amazon Neuerscheinungen auf und prompt hielten zig Booktuber das Buch in die Kamera! Zack - war es um mich geschehen - ich musste es einfach haben. Dank dem lieben cbj-Verlag kam es auch prompt bei mir an und ich hab mich sofort drauf gestürzt. Bevor es jetzt meine ausführliche Meinung gibt, noch ein kurzer Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensions-Exemplars; ich hab mich unheimlich gefreut. Jetzt aber zur eigentlich Rezension:

Der Einstieg gefiel mir schon mal sehr gut. Alles beginnt damit, wie Emma aus dem Zug steigt und Paris zum ersten Mal sieht - so bekommt der Leser die Möglichkeit, die Stadt nicht alleine kennen lernen zu müssen, sondern kann einfach auf Emma's Eindrücke zurückgreifen. Wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich es liebe, wenn ich mit einem Protagonisten neues entdecken kann; und genau das war hier der Fall. Ansonsten lernen wir natürlich auch Emma nach und nach kennen, bekommen dafür aber ausreichend viel Zeit.

Wo wir auch direkt beim nächsten Punkt wären: die Figuren. Emma ist sehr sympathische Protagonistin, die mir allerdings an manch einer Stelle einen tick zu naiv erschien mit ihren 16 Jahren. Nichts desto trotz hab ich sie schnell ins Herz schließen können und hab die Geschichte gern mit ihr zusammen erlebt. Eine richtige Entwicklung konnte ich zwar nicht beobachten, doch störte mich das dieses Mal nicht im geringsten. Realistisch und authentisch war sie desweiteren auch, wenngleich ich nicht jede Handlung und nicht jeden Gedankengang immer nachvollziehen konnte, was ich aber in diesem Fall getrost auf den Altersunterschied schieben kann. Wir haben uns gut verstanden, ich fand sie liebenswert und fieberte auch meist mit ihr mit.
Vincent spielt ebenfalls eine Hauptrolle und soll in der Geschichte durch Außergewöhnlichkeit glänzen. Ich muss aber sagen, dass er mir manchmal einfach zu seltsam war. Ich konnte ihn nie so richtig einschätzen und auch wenn ich ihn mochte und er gut nach Paris und in dieses Buch gepasst hat, entstand leider keine wirkliche Verbundenheit zwischen ihm und mir. Nichts desto trotz möchte ich ihn nicht schlecht reden, er hat mich doch auch das ein oder andere Mal überrascht und allgemein fand ich ihn durchaus sympathisch und in gewisserweise auch liebenswert. Ebenso wie auch Emma durchlebte auch Vincent keine direkte Entwicklung, aber das brauch diese Geschichte auch nicht, um glaubhaft rüber zu kommen.

Zum Stil brauche ich dieses Mal nicht viele Worte verlieren, da ich es oben ja schon angedeutet habe. Adriana Popescu hat mich schon bei der Make It Count - Reihe von sich überzeugt und bei "Paris, Du und Ich" war es nicht anders. Sie schreibt sehr leicht, aber schafft mit ihren Worte eine sehr dichte Atmosphäre, die mich direkt nach Paris verschlug. Mit einigen gut platzierten Witzen, die auch tatsächlich meinen Humor getroffen haben, bescherte sie sich noch einige Extra-Punkte. Und noch schnell die Rand-Info, die es jedes Mal bei diesem Abschnitt gibt: geschrieben wurde das Buch in der ersten Person, also ich der Ich-Form, was mich hier auch komplett überzeugte. Wechselnde Sichten haben wir aber, zum Glück, nicht.

Die letzten beiden Abschnitte - sprich Idee und Umsetzung - fasse ich hier mal zusammen, da es zur Idee allein nicht besonders viel zu erzählen gibt. Mit Sicherheit ist sie nichts super außergewöhnliches, aber dafür ist sie wunderbar umgesetzt. Die Kulisse, der lockerleichte, flüssige Stil und die einzelnen Passagen passen so wunderbar zusammen, dass es ein regelrechtes Genuss war, in die Story abzutauchen. Mein Problem war lediglich, dass mir alles viel zu schnell ging. Ich fand das alles ein wenig überhastet und voreilig, aber ich konnte durchaus nachvollziehen, warum alles so passierte, wie es passierte. Die Geschichte hat mich aber dennoch so mitgerissen und mich, wie oben schon erwähnt, direkt nach Paris katapultiert. Ich fand die einzelnen Einfälle, die die Autorin hier verbaut hat, super interessant zu verfolgen und obwohl ich selbst noch nie in Paris war, sah ich alles so genau vor mir, als würde ich durch Emma's Augen schauen. Auch der Verlauf der Geschichte gefiel mir unheimlich gut und das Ende war genau nach meinem Geschmack. Von Spannung direkt kann man bei solchen Büchern eher selten lesen, aber ich wollte dennoch stets wissen, wie es mit Emma und Vincent weitergeht.
 

Obwohl ich kaum etwas zu kritisieren habe, bis auf die fehlende Nähe zu Vincent und den übereilten Verlauf der Story, war das Buch sicherlich kein Highlight, und doch habe ich es binnen eines Tages komplett durchgesuchtet. Wer gern lockerleichte Liebesgeschichten liest und sich dabei ganz fallen lassen möchte, wird "Paris, du und ich" sicherlich mögen. Wer anspruchsvolle Literatur bevorzugt mit jeder Menge Spannung, einem hochtrabenden Schreibstil und jeder Menge Tempo, sollte lieber ein wenig Abstand halten. Dennoch fand ich das Buch wirklich gelungen und perfekt für jüngere Leser geeignet - was aber nicht heißt, dass man als älterer Buchnerd nicht glücklich damit werden kann. Mir wurde bei dieser Geschichte einfach warm ums Herz und genau das habe ich mir gewünscht.




Ich vergebe 4 von 5 Sternen und spreche eine Lese-Empfehlung für all diejenigen aus, die gern solche unkomplizierten Liebesgeschichten lesen und sich dabei fallen lassen möchten. Für mich kein absolutes Highlight, aber es hat mir dennoch einige tolle Lesestunden beschert und mich himmlisch gut unterhalten.
 




Adriana Popescu
Adriana Popescu, 1980 in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin fürs Fernsehen, bevor sie für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und City-Blogs schrieb. 2012 gelang ihr mit dem E-Book »Versehentlich verliebt« der Auftakt einer Reihe von Überraschungserfolgen. Mittlerweile harrt eine große Fangemeinde ihren nächsten Veröffentlichungen entgegen, die in mehreren großen Publikumsverlagen erscheinen. Mit »Paris, du und ich« legt sie nun ihren heiß ersehnten zweiten Jugendroman vor.


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim cbj-Verlag liegen und mich außerdem herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen

Diese Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum bitten, dies zu berücksichten.

Freitag, 12. August 2016

||» Leselaunen «|| KW 32 .- so läufts bei mir.

Hallihallo meine lieben Leser und Besucher.

Heute ist es mal wieder Zeit für meine Leselaunen. Ich habe mich lange genug vor diesem Post gedrückt & ich hab endlich mal wieder genügend Zeit, um meine Leselaunen in Worte zu fassen :) Wie immer gibt es kaum etwas zu berichten, aber da ich diese Kategorie eingeführt habe, möchte ich sie natürlich auch fortsetzen. Normalerweise kommen sie ja schon Donnerstags online, nur leider war ich gestern verhindert. Egal. Lieber spät als nie.


 Was sind 'Leselaunen'?
Leselaune finden einmal in der Woche bei der Novembertochter auf dem Blog statt. Dabei beschreibt sie ausführlich ihr aktuelles Leseverhalten und noch einiges anderes privates, das sie gerne mit ihren Lesern teilen möchte. Dabei ist jeder Blogger (oder auch Youtuber?) herzlich eingeladen, mitzumachen und sich auf ihrem Blog in eine Liste einzuschreiben, sodass auch andere Leser zu euren Leselaunen finden. Ich möchte hier super gerne mitmachen und fange heute damit an. Ob ich es schaffe, pünktlich jeden Donnerstag zu posten, weiß ich nicht sicher, aber es wird zu 100% jede Woche einen neuen Post geben.

Aktuelles Buch?

Im Moment lese ich "Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen" von Mary Kubica als eBook auf dem Sony eReader und bevor ich jetzt irgendwas zum Inhalt oder zu meiner bisherigen Meinung verliere muss ich was zum Cover sagen: ICH LIEBE ES! Ich finde dieses Cover unglaublich gelungen und so toll anzusehen! Dieses Mädchen im Hintergrund, die etwas verwischte Schrift und das Leuchten - einfach nur genial! So und nun zum wichtigen Teil: Ich bin bisher ungefähr auf Seite 150 (ich kann das nie genau sagen bei eBooks) und bin bisher ziemlich angetan von der Story. Ich mag zwar die Hauptfigur überhaupt nicht, aber im Moment tut das weder der Spannung noch dem Mitfiebern wirklich einen Abbruch. Kennt ihr die Geschichte schon? Wenn ja, lasst mir gern mal eure Meinung dazu da. ♥


Momentane Lesestimmung?
Naja. Ich bin ganz zufrieden. Ich bin ja immer noch ein wenig erkältet und liege im Moment noch flach, bzw ja - ich schleppe diese Erkältung schon 2 Wochen mit mir rum und kuriere mich einfach noch aus um endlich mal wieder fit zu werden. Deshalb hab ich auch recht viel Zeit zum Lesen, obwohl ich mich auch irgendwie immer wieder zwingen muss, nach einem Buch zu greifen. Naja. Nichts desto trotz hab ich diesen Monat schon 6 Bücher beendet und kann also rund um glücklich sein. Will mich also nicht beschweren.

Zitat der Woche
Wie immer, keins. :P (wer mich kennt, der weiß, dass ich eher selten Zitate sammele)

Und sonst so?
Diese Woche steht wohl im Zeichen der Serienentdeckungen! Ich suchte im Moment "Awkward" durch und liebe, liebe, liebe, liebe diese Serie unfassbar. Ich kann überhaupt nicht mehr aufhören, Ashley Rickards, Beau Mirchoff, Jillian Rose Reed und Co. zuzuschauen. Besonders Jillian und Nolan Funks (Collin) haben es mir total angetan. Ich bin inzwischen bei Folge 15 von Staffel 3 und muss sagen, dass sich die Geschichte momentan ein wenig in die falsche Richtung bewegt, aber ich hoffe, die große Wende kommt noch, ansonsten wirds wohl schwierig, mich weiter reinzusteigern. Ansonsten stand nicht viel an diese Woche. Mein Freund hatte seine letzte Arbeitswoche und startet heute in seinen wohlverdienten Urlaub, meine Tochter war ihre letzte Woche im Feriencamp und ist nun wieder Zuhause und ich erhoffe mir baldige Besserung, um die letzten Tage vor meinem Ausbildungsbeginn noch richtig auskosten zu können. :) Ja richtig gehört, ich habe tatsächlich einen Ausbildungsplatz ergattert in meinem absoluten Traumberuf und bin damit super happy! Mehr dazu gibts dann, wenn ich den Vertrag auch wirklich unterschrieben habe. ♥ Auf jeden Fall dürft ihr euch mit mir freuen :P

Teilnehmen?
Kein Problem! Einfach die "Fragen" kopieren und beantworten und den Link bei der lieben Novembertochter im entsprechenden Blogpost in die Liste eintragen. Schon seit ihr mit dabei :)

So meine Lieben, das wars dann auch schon von mir. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag, und freue mich, dass ihr bis zum Ende dran geblieben seid.
  

||» Rezension «|| "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag





Titel: Mein bester letzter Sommer
Autor: Anne Freytag
Verlag: Heyne fliegt
Reihe/Serie: Einzelband
Genre: Jugendbuch
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3453270121
Erscheinungsdatum: 08.März.2016
Format: Hardcover
Empfohlen: ab 14 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 14,99
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
Amazon  ►◄  Verlag
Besonderheiten: ----------
Leseprobe: *klick* (.pdf-Datei)
 
 

Wann du die große Liebe triffst, kannst du dir nicht aussuchen!

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …


Ich habe dieses Buch gekauft und mich über mehrere Tage, fast schon Wochen, davor gedrückt - aus Angst, dass es mich völlig aus der Bahn wirft und mich dermaßen mitnimmt, dass man erst einmal nichts mehr mit mir anfangen kann. Wer mich kennt, der weiß, dass ich keineswegs nah am Wasser gebaut bin, aber Anne Freytag hab ich zugetraut, mich abzuholen. Dann kam der Punkt, an dem die Neugierde nicht mehr kontrollierbar war und ich einfach loslesen musste. - Auf dem Balkon, bei 30°C. Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr jetzt, wie immer, in allen Einzelheiten:

Über den Einstieg kann ich mich schon mal nicht beschweren. Als Leser lernen wir als erstes einmal Tessa kennen und das, wie ich finde, nicht zu knapp. Obwohl mich solche langen Einführungen oft aufhalten und stören, fand ich es hier genau richtig und perfekt verpackt und in Szene gesetzt. Ich hab mich sofort in der Geschichte wohl gefühlt und fieberte schon auf den ersten Seiten mit. Auch Tessa's Familie spielt am Anfang eine tragende Rolle und die Verhältnisse der einzelnen Mitglieder wurden schon zu Beginn gut durchleuchtet und waren klar verständlich. So einen Einstieg wünscht man sich als Leser!

Tessa, unsere Hauptfigur war mir zwar sofort sympathisch, doch an einigen Stellen wirkte sie ein kleines bisschen zu pesimistisch und zickig. Mir war schon klar, dass das zur Geschichte gehörte, doch manchmal ging sie mir ein kleines bisschen auf den Keks. Ich möchte an dieser Stelle nochmal betonen, dass es echt nicht oft vorkam, aber es kam nunmal vor und das wollte ich eben anmerken. Sie fuhr einfach alles und jeden an, obwohl absolut niemand was dafür konnte. Ich fand sie teilweise (!) einfach sehr unfair gegenüber den Menschen, die sie liebten, obwohl sich das im Laufe der Geschichte legte. Rund herum fand ich sie aber unheimlich süß und liebenswert. An Authensität und Echtheit mangelte es Tessa ebenfalls nicht; für mich war sie einfach ein Mädchen, das ich genau so auch auf der Straße antreffen könnte. Ihre Entwicklung hat mich beeindruckt und die Reife, die ich von einer 17-jährigen Protagonistin erwarte, kam tatsächlich noch auf. Ich war mit Tessa unheimlich zufrieden als Hauptfigur und kann mich, bis auf diese nervigen Phasen, nicht über sie beschweren.
David, ebenfalls eine Hauptfigur habe ich in einer Tour bewundert. Ich mochte diesen Jungen unheimlich gern und empfand ihn als authentisch und ehrlich und er trug sein Herz definitiv am rechten Fleck. Seine Art hat mich direkt bezaubert und auch wenn ich in Büchern oft auf die dunkleren Typen stehe, gefiel mir David doch ausgesprochen gut. Auch er machte eine bemerkenswerte Entwicklung durch und erhielt dafür meinen vollsten Respekt.
Alle Nebenfiguren fand ich auch sehr detaillreich und echt und besonders Larissa hat es mir mit ihrer Art einfach angetan. Ich fand sie herrlich erfrischend, mit ihren Ausrastern, die mich oft sogar zum Schmunzeln brachten.  Aber auch die Eltern von Tessa und die anderen Nebenrollen gefielen mir super gut und ich konnte mir jeden einzelnen gut vorstellen.

Zum Stil kann ich nicht viel sagen. Anne Freytag schreibt auch in "Mein bester letzter Sommer" wieder sehr eingehend und atmosphärisch. Ich hatte dauernd das Bedürfnis mich selbst auf so einen Roadtrip zu begeben und hatte richtiges Fernweh. Auch die Sprache hat super zur Thematik gepasst und die Gefühle wurden mehr als gut auf den Leser transportiert. Geschrieben wurde übrigens in der ersten Person als Tessa. Was mich in der Mitte mal kurz verwunderte war, dass plötzlich dann die Sicht von David mit dazu kam. Das hat mich kurzzeitig einfach irritiert, obwohl ich mich schließlich auch damit anfreundete; so erfährt der Leser auch eingehender, was David denkt und fühlt.

Die Idee ist sicherlich nicht neu; ich erinnere mich da vage an "Bevor ich sterbe" von Jenny Downham, obwohl ich die Bücher keineswegs miteinander vergleichen möchte. Das hat den einfachen Grund, dass zwar beide Bücher die selbe Grundstory aufwiesen, sich aber in relativ unterschiedliche Richtungen entwickelte. Denn Anne Freytag setzt bei "Mein bester letzter Sommer" auf deutlich mehr Gefühl und auf einen unglaublich authentischen, echten Roadtrip im wunderschönen Italien. Besonders schön fand ich die Orte, die ich selbst schon einmal besucht hatte und ich fühlte mich, während des Lesens tatsächlich weit weg von zu Hause, direkt nach Rom und Co. versetzt. Da es sich hier um einen recht dramatischen Liebesroman handelt, gibt es eher weniger Überraschungen, aber es gibt sie definitiv und die haben mich auch tatsächlich überrascht, wenn auch nicht in Bezug auf Tempo und Rasanz, sondern einfach in Sachen Gefühle.

Auch zur Umsetzung fällt mir nur positives ein. Ich war von der ersten Seite an voll drin und habe mitgefiebert und mitgefühlt und ich war einfach angetan von dieser emotionalen Geschichte. Sie überzeugte durch gefühlstechnische Spannung und ein jeder fiebert natürlich dem Ende entgegen und will diesen Höhepunkt so schnell wie möglich erreichen. Schafft es Tessa? Oder stirbt sie tatsächlich? Wie geht es weiter? Diese Spannung trägt den Leser durch die gesamten 368 Seiten und ermöglicht es, wie auch der leichte Stil, binnen kürzester Zeit durch das Buch zu rauschen - zumindest war es bei mir so. Anne Freytag verbindet in "Mein bester letzter Sommer" einen ganz gewöhnlichen Familienalltag mit dem Thema Tod und bringt beide Seiten total glaubhaft und authentisch zu Papier.
 

Diese Geschichte hatte mich total im Griff. Anne Freytag hat mich wieder einmal zu 100% überzeugt und mir bewiesen, dass sie einfach schreiben kann. Tessa und David sind zwei herrlich liebenswerte Figuren, mit denen man gern mitlebt und neues kennenlernt. Ein wunderschönes Roadtrip im noch schöneren Italien rundeten für mich alles noch einmal ab und die intensiven Gefühle überrollten mich an so mancher Stelle. Ich gebe zu, dass ich nicht nah am Wasser gebaut bin, aber bei "Mein bester letzter Sommer" wechselten sich Lachen und Weinen stetig ab und rissen mich total mit sich.



Ich vergebe 4.5 von 5 Sterne für diese emotionale Geschichte, mit einem deutlichen Hang zur vollen Punktzahl. Aufgrund den kurzzeitigen Unstimmigkeiten mit Tessa habe ich mich aber letztlich dazu entschieden, 0.5 Sterne abzuziehen. Nichts desto trotz möchte ich alle, die dieses Werk noch nicht gelesen haben, bitten, es so schnell wie möglich zu verschlingen! Die perfekte Geschichte für den Sommer. ♥





Anne Freytag
Anne Freytag, geboren 1982, hat International Management studiert und für eine Werbeagentur gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Autorin veröffentlichte bereits mehrere Romane für Erwachsene, unter anderem unter ihrem Pseudonym Ally Taylor. Mein bester letzter Sommer ist ihr erstes Jugendbuch. Anne Freytag liebt Musik, Serien sowie die Vorstellung, durch ihre Geschichten tausend und mehr Leben führen zu können.
In diesem Leben wohnt und arbeitet sie derzeit in München – wenn sie nicht gerade in ferne Länder und fremde Städte reist. Manchmal auch nur in Gedanken ...


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim Heynefliegt-Verlag liegen und mich außerdem herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen

Diese Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum bitten, dies zu berücksichten.