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Donnerstag, 12. Mai 2016

||► Rezension ◄|| "Immer wenn es Sterne regnet" von Susanna Ernst





Titel: Immer wenn es Sterne regnet
Autor: Susanna Ernst
Verlag: Knaur-Verlag
Reihe/Serie: Einzelband
Genre: Frauen/Liebesroman
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3426516805
Erscheinungsdatum: 01.Dezember.2015
Format: Taschenbuch
Empfohlen: für Erwachsene
Unverbindliche Preisempfehlung: 9,99
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
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Besonderheiten: --------
Leseprobe: *klick* (.pdf-Datei)
 
 

Als Mary auf einem Trödelmarkt einen alten Sekretär erwirbt und darin ein Bündel Briefe findet, stürzt sie Hals über Kopf in eine Geschichte, die ihr Leben für immer verändert. Es sind Liebesbriefe aus den 1920er Jahren, geschrieben von einem gewissen Adam an seine heimliche Angebetete Gracey. Die sehnsüchtigen Zeilen treffen Mary mitten ins Herz, und sie beschließt, mehr über das ungleiche Paar und ihre verbotene Liebe herauszufinden. Dabei entdeckt Mary etwas, womit sie nie gerechnet hätte; und als der Himmel plötzlich aufreißt und es mit einem Mal Sterne regnet, wird der Ausflug in die Vergangenheit zu einer Reise zu sich selbst....


Viel zu lange musste dieses Buch auf meinem SuB warten - weil ich einfach nie die perfekte Stimmung für eine solche leicht historisch angehauchte Liebesgeschichte fand. Jetzt war es aber doch so weit und ich konnte mich der Geschichte mit voller Aufmerksamkeit widmen. Ob ich letztlich dann positiv überrascht oder doch eher negativ enttäuscht von der Geschichte und dem Buch war, erfahrt ihr jetzt:

Alles beginnt mit einem Brief von Adam, was direkt den historischen Touch der Geschichte hervor gehoben hat. Anschließend lernen wir auch sehr zügig die Protagonisten aus der "heutigen" Zeit kennen, worüber ich zugegebenermaßer auch wirklich froh war. Ich hab meist so meine Probleme mit den Einstiegen in historische Literatur und habe schon befürchtet, dass mir die Historik-Aspekt hier zu groß ist und zu viel Geschichte für sich einnimmt; was ich jetzt, rückblickend definitiv ausschließen kann. Demnach kam ich also gut in die Story rein, fühlte mich auf Anhieb sehr wohl und schloss die Charaktere schnell ins Herz.

Wo wir auch direkt beim nächsten Punkt wären: nämlich den Figuren. Dieses Buch birgt einige, sehr unterschiedliche Charaktere, die mich aber allesamt begeistern konnten. Angefangen mit der weiblichen Hauptfigur Mary. Mary ist eine unheimlich sensible, emotionale Persönlichkeit mit einigen Ecken und Kanten. Im Laufe der Geschichte heimste sie tatsächlich alle Sympathiepunkte ein, die es nur einzuheimsen gab. Schon ab der Mitte des Buches hatte ich eher das Gefühl, eine gute Freundin zu begleiten, als ein Buchcharakter; was letztlich nicht nur ihrer realistischen und lebensechten Darstellung zu verdanken ist. Auch eine spürbare Entwicklung war da, sodass ich jetzt im Nachhinein sagen kann, dass Mary eine der sympathischsten und liebenswertesten Protagonistinnen war, denen ich jemals begegnen durfte. Auch der männliche Gegenpart Jeremy überzeugte mich auf ganzer Linie. Er war humorvoll, verständnisvoll und vor allen Dingen, rein optisch betrachtet, total scharf. Auch sein Kampfgeist hat mich mehr als nur einmal überrascht und ich denke, es gibt im echten Leben viel zu wenig solcher Männer. Darüber hinaus besticht Jeremy aber auch durch seine einfühlsame Art und seinen tiefsitzenden Gefühlen - ich war einfach nur gefangen von ihm und bin jetzt, nach dem Lesen, echt traurig, ihn gehen zu lassen. Alle Nebenfiguren, wie beispielsweise Adam, Eliah, Tim & alle weiteren gefielen mir ebenfalls total gut und ich unterstreiche noch einmal, dass alle Charaktere unglaublich gut in die Geschichte gepasst haben und mit jeder Menge Herzblut ausgearbeitet wurden.

Der Stil war im Groben und Ganzen betrachtet, nichts Besonderes. Er hat sich schnell und leicht lesen lassen, ohne großen Stolpersteine oder anderen Hürden. Auch die Beschreibungen gefielen mir sehr gut, sodass ich permanent ein klares Bild der Szenen vor Augen hatte. Was ich an dieser Stelle einwerfen möchte, ist die mehr als gelungene Aufteilung des Buches. Die alten Briefe von Adam kamen stets im passenden Moment, waren mit Datum und Ort versehen und kursiv gedruckt, sodass man als Leser immer weiß, wann ein Brief einsetzt und wann er endet. Außerdem wird das Buch noch einmal gespalten, denn einmal liest man aus Jeremy's Sicht, dann wieder aus Mary's Sicht, was beide Figuren die Chance ermöglicht, dem Leser näher gebracht zu werden. Ansonsten wird alles aus der Ich-Perspektive dargestellt, was bei zeitlichen Pausen (sprich: wenn ich das Buch einmal weglegte und wieder danach griff) kurzzeitig das Problem aufwarf, dass ich einige Zeilen brauchte um zu wissen, wer "ich" nun gerade ist. Ich hätte wohl auch nachschauen können, denn der entsprechende Name steht über dem Kapitelbeginn, aber meist reichte es auch so.

Zur Idee möchte ich eigentlich nicht viele Worte verlieren, jedoch kann ich guten Gewissens sagen, dass der Hauptplot, den man so sicherlich schon einige Male gelesen hat, wirklich gut durchdacht war. Ich hatte nur äußerst selten das Gefühl, dass das Buch wirklich vorhersehbar war, auch wenn die überraschenden Wendungen nicht in Hülle und Fülle vertreten, aber dennoch vorhanden waren. Kurz gesagt: die Idee glänzte nicht durch Einfallsreichtum, dafür durch einige sehr interessante Elemente, mit denen ich so nicht gerechnet hätte, durch jeder Menge Emotionen, die mich erreichten und einer gelungenen Umsetzung, zu der wir nun kommen.

Um diesen positiven Fluss nicht abreißen zu lassen, habe ich auch hier rein gar nichts auszusetzen. Eine richtige Spannung war zwar nicht vorhanden, zumindest wenn es um Tempo und Action geht, dafür glänzte die Geschichte durch jede Menge Gefühl, was mich persönlich schon sehr an das Buch fesselte. Durch die Briefe war es natürlich noch zusätzlich spannend, da man als Leser einfach unbedingt mehr über Adam und Gracey erfahren möchte. Demnach kam also zu keiner Zeit Langeweile auf, die Geschichte wurde lediglich zu manchen Szenen etwas ruhiger und gediegener, in der dann die Gefühle von Mary im Vordergrund standen anstatt die Suche nach Adam's Wurzeln. Die gesamten Empfindungen der Figuren wurden, wie oben bereits erwähnt, sehr gut transportiert und vermittelten so den Eindruck von Realität. Durch die liebenswerte Charaktere fieberte und fühlte ich ungemein mit und war richtig gefangen. Ich konnte beim Lesen einfach abschalten und das ist genau das, was ich mir von dieser Geschichte gewünscht habe.

Diese Geschichte nahm mich vollkommen gefangen und riss mich mit in eine Welt, die voller Gefühle und Emotionen war. Dabei traf ich auf liebenswerte Persönlichkeiten, eine schöne Kulisse und jede Menge Realitätsnähe. Die kurzen Einblicke in die 1920er Jahre waren perfekt in die Story eingebunden und liefen den Leser kurzzeitig immer wieder in Nostalgie schwelgen. Eine lockerleicht zu lesende Geschichte, die zu überzeugen weiß.
 


Ich vergebe für diese emotionale Story 4 von 5 möglichen Sternen. Für ein absolutes Highlight hat mir dann doch ein wenig was gefehlt - und dennoch kann ich eine 100%ige Lese-Empfehlung aussprechen, für all die, die sich gern in solche Geschichten fallen lassen und dabei abschalten wollen.





Susanna Ernst

Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitete siebzehn Jahre lang eine eigene Musicalgruppe, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!





An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim Droemer-Knaur-Verlag liegen und mich außerdem herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen. Ebenfalls bedanken möchte ich mich für die Bereitstellung dieses Rezensions-Exemplars.

Diese Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum bitten, dies zu berücksichten.

Kommentare:

  1. Hey!
    Ich lese das Buch auch gerade und bin beim Blind Date, also noch nicht sehr weit. Aber, bisher gefällt es mir gut.
    LG
    Yvonne

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    1. Hallo liebe Yvonne :)
      Sehr gute Wahl - die Szene mit dem Blind Date fand ich total gelungen und sehr authentisch. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Lesen und bin auf deine entgültige Meinung gespannt.
      Liebste Grüße, Patchi

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